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Neues aus der Welt der Wissenschaft
 
ORF ON Science :  News :  Leben .  Gesellschaft 
 
Kultureller Wechsel - Produkt des Zufalls?  
  Die klassische, im Anschluss an Charles Darwin entwickelte Evolutionstheorie lehrt, dass sich Gene mit gutem Grund in einer Population ausbreiten. Nämlich dann, wenn sie die Fitness von Individuen überdurchschnittlich fördern. Eine in den 1970er Jahren entwickelte Erweiterung dieses Ansatzes besagt, dass das nur zum Teil zutrifft: Viele Erbfaktoren breiten sich demnach durch rein zufällige Effekte im Gen-Pool einer Tier- oder Pflanzengruppe aus. Ein internationales Team von Forschern zeigt nun, dass dieses als "Zufallsdrift" bekannte Muster auch für kulturelle Merkmale gilt.  
Wie R. Alexander Bentley und Mitarbeiter vom University College London berichten, weisen ganz unterschiedliche Errungenschaften der menschlichen Kultur ein äußerst ähnliches Verteilungsmuster auf. Dabei handelt es sich um das Auftreten von Vornamen, die Zitathäufigkeit von Patenten sowie die Tradierung von Motiven jungsteinzeitlicher Töpferei.

Diese Verteilung, so die These der Wissenschaftler, sei am besten durch ein Modell zu erklären, das ursprünglich in der Evolutionsbiologie entwickelt wurde.
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Der Artikel "Random drift and culture change" von R. Alexander Bentley , Matthew W. Hahn und Stephen J. Shennan erscheint als Online-Veröffentlichung ("First Cite") der Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Society of London. Series B" (DOI 10.1098/rspb.2004.2746).
->   The Royal Society Publications
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Neo-Darwinismus: Evolution durch Selektion
Der so genannte Neo-Darwinismus, die Vereinheitlichung von Darwins Ideen mit der modernen Genetik, deutet die Verbreitung von Genen im Laufe der Zeit als einen selektionsabhängigen Prozess.

Das heißt, es sollten sich immer jene Gene gegenüber ihren konkurrierenden Varianten durchsetzen, die die Fortpflanzung von Lebewesen in bestimmten Umwelten besonders fördern.
->   Selektion bei Wikipedia
Neutralitätstheorie: Evolution durch Zufall
In den 1970er-Jahren entwickelte der japanische Populationsgenetiker Motoo Kimura eine Theorie, der zufolge die Vermehrung von vielen Genen als reine Glückssache angesehen wird.

Kimuras "Neutrale Theorie der molekularen Evolution" besagt - kurz gefasst - folgendes: Gen-Varianten weisen oft gleiche oder nur sehr minimal unterschiedliche Fitnesswerte auf und verbreiten sich daher in Populationen mehr oder wenig zufällig.

Das heißt, die Wirkung der Selektion wird mit diesem Modell zwar keineswegs geleugnet, deren richtende Kraft erfasst aber nur einen Teil der vorhandenen Erbfaktoren. Der Rest verdankt seine Existenz vor allem zufälligen Schwankungen in der Zusammensetzung des Gen-Pools.
->   Wikipedia: Neutral theory of molecular evolution
Potenzgesetze treten in vielen Fachgebieten auf
Wie Bentley und seine Kollegen zu Beginn ihrer aktuellen Publikation betonen, lässt sich die Verteilung von unterschiedlichen biologischen Einheiten (Moleküle, Gene, Arten etc.) sehr häufig durch ein so genanntes Potenzgesetz beschreiben.

Das bedeutet, dass beispielsweise einige wenige Moleküle in der lebenden Zelle in Sachen Stoffwechsel eine sehr zentrale Position einnehmen, während sehr viele andere ein echtes Mauerblümchendasein fristen.

Ähnliche Potenzgesetze kennt man auch von einer Reihe nicht-biologischer Systemen. So ist etwa das Zipfsche Gesetz in der Linguistik ein solches, die Reihung von Websites nach deren Linkpopularität kann ebenfalls mit der selben Grundformel beschrieben werden.
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Potenz-Tipp
Einen aktuellen Überblick zu Potenzgesetzen in der Biologie geben die beiden Netzwerkforscher E. Almaas und A.-L. Barabasi in ihrem Aufsatz "Power laws in biological networks", der am Preprintserver arXiv.org kostenfrei erhältlich ist.
->   Zum Original-Artikel
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Untersucht: Namen, Malereien, Patente
R. Alexander Bentley und Mitarbeiter untersuchten nun drei völlig unterschiedliche Kulturleistungen unter eben diesem quantifizierenden Blickwinkel.

Zum einen betrachteten sie die Häufigkeiten aller Vornamen, die im Rahmen einer US-amerikanischen Volkszählung aus dem Jahr 1990 gewonnen wurden.

Zum zweiten behandelten sie in ihrer Studie die zeitliche Entwicklung dekorativer Motive auf Töpfen jungsteinzeitlicher Siedlungen nahe des Merzbachs in Deutschland. Drittens analysierten sie zwei Datenbanken von US-Patenten in Bezug auf deren Zitathäufigkeit.
Weitreichender Analogieschluss
Was haben nun Namen, Dekorationen und Patente gemeinsam? Und vor allem, was haben sie mit der Evolutionstheorie zu schaffen?

Wie der Name von Bentleys Arbeitsstätte - das Centre for the Evolutionary Analysis of Cultural Behavior - schon ahnen lässt, bedienen sich die Forscher in ihrer Studie eines bio-kulturellen Analogieschlusses.
"Vererbung" und "Mutation" in der Kultur
Sie betonen, dass auch Kulturleistungen - in Form der Tradition - einer Quasi-Vererbung unterworfen sind. Überdies gebe es auch ein Gegenstück zur Mutation, denn Namen könnten in der nächsten Generation nicht nur unverändert auftreten, sondern auch durch Varianten ausgetauscht werden.

Das selbe gelte - mutatis mutandis - auch für Zitate und künstlerische Motive. Ähnliche Argumente wurden bereits in früherer Zeit von den Vertretern der so genannten Mem-Theorie entwickelt, der zufolge Ideen, Moden, Theorien u.ä. kulturelle Gegenstücke zu den Genen aus der Biologie darstellen, die man kurz als "Meme" bezeichnet.
->   Principia Cybernetica Web: Memetics
Neutralitätstheorie erklärt Verteilungsmuster
Wie Bentley und seine Kollegen herausfanden, lassen sich die Verteilungen der Elemente aller drei Kulturbereiche durch die erwähnten Potenzgesetze beschreiben:

Es gibt jeweils einige omnipräsente Varianten, und viele, die äußerst selten auftreten. Dies ist zunächst noch nicht besonders sensationell, die Kulturbiologen betonen aber, dass dies einer gesonderten Erklärung bedürfe.

Anhand einer Computersimulation konnten die drei Forscher nämlich zeigen, dass sich solche Verteilungsmuster genau dann ergeben, wenn man Kimuras Neutralitätstheorie auf den Bereich kultureller "Vererbung" anwendet.
Der Zufall redet mit
Mit anderen Worten: Die Studie legt nahe, dass der Zufall nicht nur in der Welt der Gene, sondern auch bei der Weitergabe gesellschaftlicher, künstlerischer und technologischer Errungenschaften ein Wörtchen mitzureden hat.

Kultur stellt sich aus diesem Blickwinkel als Entscheidungsprozess dar, der häufig - aber keineswegs immer -zwischen wertneutralen Alternativen auswählt.
->   Centre for the Evolutionary Analysis of Cultural Behavior
Mehr zu diesem Thema in science.ORF.at
->   Feuergebrauch bereits vor 790.000 Jahren (29.4.04)
->   Verhalten als Kulturprodukt: "Flower Power" bei Pavianen (14.4.04)
->   Sprechen über Kultur in biologischen Begriffen (23.3.04)
->   Urbane Mythen: Je ekliger, desto besser (18.3.03)
 
 
 
ORF ON Science :  News :  Leben .  Gesellschaft 
 
  karl273 | 22.05, 13:12
Parallel-Universen

Hallo ooooooops,

nach einigem Suchen habe ich eine seriöse Quellenangabe zu den Parallel-Universen gefunden:

Max Tegmark,
Parallel-Universen,
Spektrum der Wissenschaft,
August 2003, Seite 34,

http://www.wissenschaft-online.de/abo/spektrum/archiv/6772

Mit freundlichen Grüßen,
Karl Bednarik.

 
 
  ooooooops | 22.05, 21:08
dankeschön..
aber ich hab kein passwort... :(
macht aber nichts.. :)
  karl273 | 23.05, 15:36
Max Tegmark

Hallo ooooooops,

hier ist die Internet-Seite von Max Tegmark:
http://www.hep.upenn.edu/~max/multiverse.html

hier ist ein einfaches Diagramm der Dekohärenz:
http://members.chello.at/karl.bednarik/MULTIVER.jpg

hier ist eine Science-Fiction-Aufbereitung dieses Themas:
http://members.chello.at/karl.bednarik/PARACH-1.txt

hier ist die Word-Text-Version der Parallel-Universen:
http://members.chello.at/karl.bednarik/TEGMARK.doc

hier ist eine sehr seltsame Science-Fiction-Geschichte:
http://members.chello.at/karl.bednarik/PARACH-2.txt

Mit freundlichen Grüßen,
Karl Bednarik.

  karl273 | 24.05, 11:27
Korrektur

Hallo ooooooops,

die Datei:
ttp://members.chello.at/karl.bednarik/TEGMARK.doc

hat leider einige Fehler enthalten, wie zum Beispiel 1026 an stelle von 10 hoch 26, deshalb habe ich sie geloescht.

Hier ist eine verbesserte Text-Datei:
http://members.chello.at/karl.bednarik/TEGMARK.txt

ohne Word-Konventionen und ohne Umlaute.

Mit freundlichen Gruessen,
Karl Bednarik.

P. S. :
Natuerlich koennen immer noch weitere Fehler drinnen sein.

  karl273 | 25.05, 07:56
Tegmark

Hallo ooooooops,

dieser Artikel ist kostenlos, fehlerfrei, übersichtlich, deutsch, und stellt keine Verletzung des Urheber-Rechts dar:

http://www.sixtus.net/article/59_0_2_0_C/

Mit freundlichen Grüßen,
Karl Bednarik.

  dasandere | 19.05, 18:03
verdammt..
vielleicht wäre die WElt anders = vermutlich besser, wenn ich nicht überall 10 min. zu spät gekommen wäre...

im ernst, tät mich interessieren, was die Philosophen dazu zu sagen haben..
 
 
  terrarium | 19.05, 18:46
Ist das denn von Relevanz?
  terrarius | 20.05, 15:03
@terrarium | 19.05, 18:46
... was die PHILOSOPHEN dazu zu sagen haben..!

@dasandere: wenn Du einmal 10 Minuten NACH einer Bombenexplosion irgendwo "zu spät gekommen bist", dann empfehle ich Antidepressiva.
Schau Dir die Sterbenden an, mal Dir das weitere Schicksal der Schwerstverwundeten aus: wenn Du dann doch eher froh bist gesund und am Leben zu sein, dann spar Dir die Pillen.
  terrarius | 21.05, 21:10
kein Kommentar - nur mal von ganz unten an die richtige Stelle kopiert
terrarium | 20.05, 18:45
>terrarius
Du bist wirklich ein unverbesserlich postender Dummkopf. Die einzige Entschuldigung muss dein präpubertäres Alter sein, eine andere Möglichkeit sehe ich nicht. Meine pädagogischen Fähigkeiten für das Grundschulniveau sind allerdings, wie ich zugeben muss, eingeschränkt. Sprich das nächste Mal vorerst mit deinen Eltern, bevor zu postest.
Meine obige Bemerkung bezog sich lediglich auf die Skepsis über die Relevanz von philosophischen Äußerungen.
Ich lese deine Rülpser eigentlich schon lange nicht mehr und werde dein infantiles Gequake auch in Zukunft wieder ignorieren
  aasgeier | 22.05, 10:14
@terrarius | 20.05, 15:03 > Pillen statt Philosophen?
Natürlich vorausgesetzt, dass "dasandere" seine ganz persönliche Welt meinte, in der Verspätungen gerügt oder gar bestraft werden (10 Minuten liegt ja noch innerhalb des "Akademischen Viertels", jener Viertelstunde "Zuspätkommen", das in diesen Kreisen eben nicht als ZUspätkommen getadelt wird), finde ich den Rat zur Pille akzeptabel.
Man muss schließlich wirklich kein Philosoph, sein, um sich Fälle vorzustellen, wo späteres Eintreffen schicksalhaft von Vorteil war.
Sowas kennt jeder.
Mein glücklichstes "Zuspätkommen" betrug zwar einige Stunden, aber wer sich den Bombenangriff auf Dresden vorstellen kann, der weiß um die damalige Überlebenswahrscheinlichkeit.

Survival of the Fittest (des PASSENDSTEN!) bestand damals in der Langsamkeit von 4 kleinen Kindern nebst Mutter mit Handwagen auf der Flucht aus Schlesien Richtung Dresden. Die "Fitten" Schnellen waren schon in der Stadt, wir Schnecken hatten es nur bis Görlitz geschafft.

Erkenntnistheoretisch waren für Britanniens Philosophen 5 Tote weniger sicher irrelevant.
  my3cents | 19.05, 15:28
Was den "Zufall" betrifft ...
... warum ist dieser Faktor derart mit einem bitten Beigeschmack behaftet? Warum ist es so schwer zu akzeptieren, dass er nunmal eine Rolle in diesem Universum spielt - in Quantendimensionen ist er die entscheidende Groesse schlechthin. Und moeglicherweise ist unser ganzes Universum nichts als ein Zufall. Aber diese Vorstellung loest offensichtlich nur Grauen aus - weil es dann aus waere mit der behueteten Existenz, die wir einem" liebenden und fuersorglichen Gott" so gern verdanken wollen? Und weil wir unsere Existenz nur mit dem Sinn des Nicht-Zufalls ertragen koennen? Sinn ist das, was wir jemdandem/etwas verleihen, und nicht das, was es von einem "Gott" a priori erhalten haben muss.
 
 
  aasgeier | 19.05, 15:43
Als Physikerin kannst Du doch den Bereich genau abstecken, innerhalb dessen ein Quantensprung mit Sicherheit stattfinden wird.
Der westliche Mensch wehrt sich halt, ausgerechnet jenes betroffene Teilchen zu sein, wo es doch sooo viele andere gibt, die es "gerechterweise" auch hätte treffen können.
Ostasiaten sollen das früher anders gesehen haben.
  ooooooops | 19.05, 15:56
hm.. das universum nichts als zufall?
wenn man sich die feinabstimmung zwischen vier fundamentalen physikalischen kräften (gravitation, elektromagnetismus, starker und schwacher kernkraft) ansieht, kommt man schwerlich zu diesem schluss. Die stärke und das verhältnis zwischen diesen kräften ist so genau abgestimmt, geringfügige abweichungen würden die existenz von leben verhindern oder erheblich erschweren.

oder allein die idealen bedingungen der erde, die das leben ermöglichen: ideale größe, perfekter abstand zu einem langlebigen stern, fast kreisförmige umlaufbahn, richtige drehungsgeschwindigkeit, richtige lage unseres sonnensystems in der milchstraße, schützende atmosphäre, schützendes magnetfeld..

eine so große häufung von zufällen sollte zu denken geben..
  stormchaser | 19.05, 16:19
ja diese Häufung von zufällen zeigt, daß sich in vielen paralelluniversen (Quantenuniversen)
mit veränderten Naturgesetzen kein, oder zumindest sehr deutlich utnerschiedliches leben begildet hat. Es sit aber weniger Zufall daß sich gerade in einem (und vermutlich in allen) passenden paralellen universen leben bildet.
  stormchaser | 19.05, 16:36
....und nun zum thema Sonnensystem:
In beinahe jedem Planetentragenden Sonnensystem (und man kann annehmen daß fast alle Sonnen Planetensysteme aufweisen) gibt es planeten in einer doch recht breiten lebensfördernden Zone, etwa halbe Distanz Erde - Venus bishin zum Mars. Etwas 10% aller Sonnensysteme sind stabile Einzelsterne Sonnenähnlichen Typs. Davon liegen zumindest 10% in relativ günstiger Umgebung der Galaxie (unser Platz ist nicht der einzig gute!!!). Magnetfelder sind üblich, alle ausreichend großen Planeten besitzen sie. Eine annäherend Kreisförmige Umlaufbahn dürfte bei Sonnenahen Planeten sehr üblich sein, die rotationsdauer jedoch wohl sehr variabel (und auch in breitem Sprektrum lebensfördernd). Damit sollten wiederum 10% dieser Systeme Planeten tragen die Leben höherer Art 8Vielzeller) entwickelt haben. 1 promille also. Zur Intelligenzentwicklung muß das Ökosystems ehr kompelx werden, rest dann bietet diese einen Vorteil, d.h. der Planet muß einigermaßen stabil rotieren, ein großer Mond ist dazu hilfreich (es gibt wohl auch andere wirksame Stabilisatoren...), derartige zufälle sind wesentlich seltener, von den noch sehr sehr vielen Lebenstragenden Planeten wird wohl nur auf einem bruchteil Intelligenz entwickelt werden. Andererseits: 100 MILLIARDEN Sterne in der Galaxie. Ca. soviele Galaxien im Universum. und ein promille der planeten trägt Leben, ein promille von einem promille Intelligentes leben. es werden sich SEHR VIELE ANDERE Wesen im All vieleicht auch grade denken, waum denn bei uns alles so gut paßt!
  ooooooops | 19.05, 17:18
parallele universen mit
anderen naturgesetzen? bitte um quellenangabe
  terrarium | 19.05, 18:50
>ooo..ps
Eine so große Häufung von Zufällen sollte zu denken geben?
Du denkst, es gibt da einen Mr X, der uns geplant hat? Nein, wir sind entstanden, weil gewisse (sehr viele) Voraussetzungen gegeben waren; na und? Wären nur eine oder einige wenige dieser Gegebenheiten nicht vorhanden gewesen, wären wir eben nicht da? Wem kümmert's?
  ooooooops | 19.05, 21:10
also mich
kümmert es schon, ob ich da bin oder nicht.. ob ich meine existenz einem schöpfer verdanke oder nicht.. wie meine zukunft und die meiner kinder aussieht.. ob meinen leben mehr sinn hat als den fortbestand meiner art zu sichern..

ob dich das etwas kümmer, kümmert mich allerdings nicht.. *gg*
  terrarium | 20.05, 18:19
> o..ps - Zufall
Nein, du hast mich missverstanden.
Deine Ausgangsaussage bestand darin, dass zu bezweifelt hast, dass unser Universum/Erde/Leben nicht auf so vielen Zufällen beruhen könne.
Wie ich geschrieben habe, ist diese Sicht falsch.
In letzter Konsequenz müsstest du dich genau so gut wundern, weshalb wir beide hier und jetzt über das Internet plaudern können, weil allein die Entwicklung der technischen Voraussetzungen dazu auf eine Reihe von Zufällen beruht, gleiches gilt auch im zwischenmenschlichen Bereich, hätten dich etwa deine Eltern ZUFÄLLIG einige Minuten (!) später gezeugt, wärst du ein anderer geworden, vielleicht haben sich sich gar ganz ZUFÄLLIG kennengelernt usw. usw.

Glaub an deinen Schöpfergott weiterhin, NATURWISSENSCHAFTLICH ist diese Sicht allerdings nicht. Aufgabe der Naturwissenschaften ist es nun einmal, Phänomene mit naturwissenschaftlichen Methoden zu erforschen und sie nicht ganz bequem und gemütlich auf einen Herrn irgendwo da oben zu schieben ("da Papa wirds schon richten")
  ooooooops | 22.05, 10:45
@terre...
"weshalb wir beide hier und jetzt über das Internet plaudern können, weil allein die Entwicklung der technischen Voraussetzungen dazu auf eine Reihe von Zufällen beruht"

Die Entwicklung der technischen Voraussetzungen beruht auf der INTELLIGENZ und DENKKRAFT der Entwickler und nicht auf Zufällen! Oder meinst du ALbert Einstein hat seine Theorien zufällig aufgestellt? Das Telefon wurde zufällig erfunden? Vielleicht der PC ebenfalls? Was hast du denn schon so alles zufällig entdeckt und entwickelt? Ohne dabei dein gehirn zu verwenden? Ich bin seeeehr gespannt..

Eine aussage einfach als "falsch" zu bezeichnen ist sehr einfach. Wie wäre es mit gegenargumenten? Oder meinst du die ergeben sich auch zufällig?

:(
  terrarium | 23.05, 14:26
> o..ps - Zufall
Ich bin jetzt zufällig schon zuhause, weil meine Frau ihre Schwägerin zufällig (!) getroffen hat und ich zufällig bei diesen Damen nichts zu suchen habe. Im Auto habe ich mir vorgenommen, endlich einmal die umherliegenden noch ungelesenen Zeitschriften eines Blickes zu würdigen. Da kam mein Sohn, den ich (wirklich) zufällig, also ungeplant gezeugt habe und sagte mir, er hätte zufällig eine CD-ROM gefunden, die für mich bestimmt sei und aufgrund des Zufallsfundes meines Sohnes habe ich mich erinnert, doch in irgend einem Forum ein "Zufallsposting" (an dich) gesendet zu haben. Deshalb bin ich nun da.
Zu deiner Antwort: Ich habe keine Ahnung, wie viele Zufälle erforderlich waren, damit A. Einstein seine bahnbrechenden Erkenntnisse gewonnen hatte, es werden mit Sicherheit einige gewesen sein. Was ich aber weiß, ist, dass in der Forschung Gevatter Zufall eine verdammt wichtige Rolle innehat. Ich nehme an, du interessierst dich auch für Paläontologie und von daher weißt du, dass zwar nicht alle, aber doch viele Funde auf reinsten Zufall zurückzuführen sind, was natürlich sofort die Frage stellen lässt, wie viele Zufälle wir es zu verdanken haben, dass dieser oder jener Fund NICHT gefunden wurde.
Auch die Erfindung und Entwicklung der modernen Rechner includiert mit Sicherheit eine Reihe von Zufällen, geht gar nicht anders.
Niemand hat gesagt, dass der Zufall allein waltet, was nützt es, wenn ein Massai-Hirte in der Serengeti einen Knochen findet und ihn mangels Kenntniss wegwirft?
Vieles, was man gemeinhein als Zufall bezeichnet, ist natürlich gar keiner - mangels Kenntniss der Gesetzmäßigkeiten, die dazu geführt haben.
Der Kern aber war deine Äußerung, die da in etwa lautet: Auf so vielen Zufällen fußt unser Leben, (da müsse eine lenkende, ja planende Hand eingegriffen haben) ist, scusi, falsch, weil du die Entwicklung des Lebens als einen Plan siehst und das ist nicht der Fall.
So, jetzt les ich aber meine Zeitschriften und wünsch dir einen schönen Tag!
  zeitdieb | 19.05, 14:18
Mein Mem
findet ihr auf meiner VK.
 
 
  aasgeier | 19.05, 14:58
Wer sich von dir die Zeit stehlen lässt ist selber schuld.
  ooooooops | 19.05, 13:05
"der zufall..
hat ein wörtchen mitzureden".. "ein produkt des zufalls"..

der zufall wird personifiziert und verwendet als würde man von einem verursacher reden.

"weil die unbekannte ursache schon so lange als "zufall" bezeichnet wird, beginnt man zu vergessen, dass ein Austausch vorgenommen wurde. .. Die Annahme: 'Zufall ist gleich unbekannte Ursache' bedeutet mittlerweile für viele: 'Zufall ist gleich Ursache.'" (Donald M. Mac-Kay)

Wer sagt, irgendetwas (zb das leben) sei durch zufall enstanden, sagst auch, dass es durch eine ursächliche kraft entstand, die nicht bekannt ist.

lg
 
 
  grollgunde | 19.05, 10:14
Ja, der Zufall
Es wäre natürlich glatt überzogen, nun "den Zufall als Hauptfaktor" etablieren zu wollen: Standpunkte sind, um den alten Spruch zu zitieren, nämlich Gesichtskreise mit Radius null. Zufall ist in mancher Hinsicht ein "unschönes Wort". (Schicksal heißt er, sonst gerne auch Glück.)
Darwin wusste nichts von Genen, wohlgemerkt. Wesentlich: Er befasste sich in der "Entstehung der Arten" (ich lese gerade darin) ausführlich mit dem Zufall. Darwin achtete auf Merkmale, für die ihm selbst die (in meiner alten Übersetzung so genannnte) natürliche Zuchtwahl nicht in Frage kam als Ursache - Merkmale also, auf die momentan kein Selektionsdruck beschreibbar ist. "Zufallsdrift" von Genen in einer Population.
(Naja, es können sich jederzeit die Bedingungen ändern, dann ist aus mit Zufall und ein bisher "gleichgültiges" Merkmal wird wichtig.)
An dieser Stelle kann man die Biologie verlassen und, in Analogie, die Kulturen betrachten. Die sind irgendwie eine Mischung, aus identitätsstiftenden Merkmalen (Besonderheiten in Kleidung, Sprache, Brauch ... die "zufällig" sind im Hinblick auf das Überleben) und geografischen, klimatischen ... usw. Notwendigkeiten.
 
 
  aasgeier | 19.05, 15:32
Random drift and large shifts in popularity of dog breeds...
...lautet der vollständige Titel.

Da wittert Hundefreundin Gundi natürlich Kultur ohne Ende.
  terrarium | 19.05, 16:56
Zufall und Darwin
Darwin ist der einzige Theologe, den ich regelmäßig lese.
Zufall ist auch eine Sicht der Betrachtungsweise. Was VOR einem Ereignis als Zufall scheint, kann am Ende dieses Prozesses ganz anders aussehen.
Dieses Wörtchen ist eben wieder einmal eines aus unserer anthropozentrischen Wühlkiste, was soll's
  grollgunde | 19.05, 19:39
:- )
"anthropozentrische Wühlkiste" gefällt mir.
  terrarius | 20.05, 14:50
@grollgunde | 19.05, 19:39 > wäre ja eine Seltenheit,...
...wenn dir etwas nicht gefallen würde, was du selbst geschrieben hast.
Egozentrik ist aber nicht automatisch Anthropozentrik.
Die "Wühlkiste" gefällt mir auch, die passt zu euch dreien: allgeiergrollgundeterrarium

Ein Terrarium als Krimskramkiste: da passen natürlich so Brocken von Menschenverachtung wie "das ist doch nicht relevant" bestens hinein.
  terrarium | 20.05, 18:45
>terrarius
Du bist wirklich ein unverbesserlich postender Dummkopf. Die einzige Entschuldigung muss dein präpubertäres Alter sein, eine andere Möglichkeit sehe ich nicht. Meine pädagogischen Fähigkeiten für das Grundschulniveau sind allerdings, wie ich zugeben muss, eingeschränkt. Sprich das nächste Mal vorerst mit deinen Eltern, bevor zu postest.
Meine obige Bemerkung bezog sich lediglich auf die Skepsis über die Relevanz von philosophischen Äußerungen.
Ich lese deine Rülpser eigentlich schon lange nicht mehr und werde dein infantiles Gequake auch in Zukunft wieder ignorieren
  terrarius | 21.05, 11:41
Ist schon recht "Fromme Helene"
@terrarium | 20.05, 18:45
Sind IMMER die anderen schuld, wenn man sich missverständlich ausdrückt, gell?
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